STROMCHECK-Redaktion · Aktualisiert am 29.7.2026 · Lesezeit: 4 Min.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein-Personen-Haushalte liegen häufig bei etwa 1.300 bis 2.000 kWh.
- Elektrische Warmwasserbereitung erhöht den Wert deutlich.
- Der Grundpreis fällt bei kleinem Verbrauch stark ins Gewicht.
Orientierungswerte
Ein Single-Haushalt in einer Wohnung ohne elektrische Warmwasserbereitung liegt erfahrungsgemäß bei etwa 1.300 bis 2.000 Kilowattstunden pro Jahr. Mit Durchlauferhitzer kann der Verbrauch deutlich höher ausfallen, teils auf 2.500 bis 3.000 Kilowattstunden.
Diese Werte sind Orientierung, kein Maßstab: Homeoffice, Gaming-PC, Wäschetrockner oder ein zweiter Kühlschrank verschieben das Bild schnell.
Pro Kopf mehr als in großen Haushalten
Kühlschrank, Router und Beleuchtung fallen unabhängig von der Personenzahl an. In größeren Haushalten verteilen sich diese Grundverbräuche auf mehr Personen, weshalb der Verbrauch pro Kopf sinkt.
Beispielrechnung für die Jahreskosten
Bei einem beispielhaften Jahresverbrauch von 1.600 Kilowattstunden, einem Arbeitspreis von 32 Cent und einem Grundpreis von 10 Euro monatlich ergibt sich: 1.600 × 0,32 Euro + 12 × 10 Euro = 512 Euro + 120 Euro = 632 Euro im Jahr. Der Grundpreis macht hier bereits fast ein Fünftel der Gesamtkosten aus.
Was das für die Tarifwahl bedeutet
Bei niedrigem Verbrauch schlägt ein hoher monatlicher Grundpreis prozentual stark durch. Achten Sie deshalb besonders auf diesen Posten und rechnen Sie die Jahreskosten aus, statt nur den Arbeitspreis zu vergleichen.
Verbrauch realistisch einschätzen
Am zuverlässigsten ist der Wert aus der letzten Jahresabrechnung. Wer neu einzieht und keinen eigenen Vergleichswert hat, kann sich vorläufig an den genannten Richtwerten orientieren und den Abschlag später anpassen.