STROMCHECK-Redaktion · Aktualisiert am 11.8.2026 · Lesezeit: 4 Min.
Das Wichtigste in Kürze
- Jahreskosten = Verbrauch × Arbeitspreis + 12 × Grundpreis.
- Der Abschlag ist eine Vorauszahlung, nicht der tatsächliche Preis.
- Abweichungen werden mit der Jahresabrechnung ausgeglichen.
Die Formel
Multiplizieren Sie Ihren Jahresverbrauch in Kilowattstunden mit dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde und addieren Sie den Grundpreis für zwölf Monate. Das Ergebnis sind Ihre voraussichtlichen Jahreskosten.
Beide Werte stehen in Ihrer Vertragsbestätigung oder Jahresabrechnung. Rechnen Sie mit Bruttopreisen, damit die Umsatzsteuer enthalten ist.
Rechenbeispiel Schritt für Schritt
Beispiel: Ein Haushalt verbraucht 3.500 Kilowattstunden im Jahr, der Arbeitspreis liegt beispielhaft bei 30 Cent je Kilowattstunde, der Grundpreis bei 11 Euro im Monat. Die Rechnung lautet: 3.500 × 0,30 Euro = 1.050 Euro, dazu 12 × 11 Euro = 132 Euro. Zusammen ergeben sich 1.182 Euro im Jahr, also rund 98,50 Euro im Monat.
Diese Werte sind frei gewählte Beispielzahlen. Setzen Sie stattdessen Ihre eigenen Vertragswerte ein, um Ihre reale Jahreskostenschätzung zu erhalten.
Abschlag richtig einordnen
Der monatliche Abschlag ist eine geschätzte Vorauszahlung auf Basis Ihres erwarteten Verbrauchs. Er sagt nichts darüber aus, ob Ihr Tarif günstig ist. Ein niedriger Abschlag bei hohem Verbrauch führt zu einer Nachzahlung, ein hoher Abschlag zu einer Rückzahlung.
Wenn sich der Verbrauch ändert
Neue Geräte, ein Elektroauto oder eine geänderte Haushaltsgröße verändern den Verbrauch deutlich. Passen Sie in solchen Fällen den Abschlag an und prüfen Sie, ob die Tarifstruktur noch passt.
Typische Fehler bei der eigenen Berechnung
Häufig wird mit Nettopreisen statt Bruttopreisen gerechnet oder ein veralteter Verbrauchswert verwendet. Auch Boni werden manchmal fälschlich in die laufende Jahresrechnung eingerechnet, obwohl sie nur einmalig gutgeschrieben werden. Prüfen Sie deshalb immer, auf welchen Zeitraum sich ein Wert bezieht.