STROMCHECK-Redaktion · Aktualisiert am 25.8.2026 · Lesezeit: 5 Min.
Das Wichtigste in Kürze
- Jahreskosten, Laufzeit und Preisgarantie gehören zusammen betrachtet.
- Ein Tarifvergleich ist der erste Schritt vor einem Wechsel.
- Bonuszahlungen sollten nicht das einzige Kriterium sein.
Was einen Tarifvergleich ausmacht
Ein Tarifvergleich stellt mehrere Angebote für denselben Verbrauch gegenüber und errechnet die voraussichtlichen Jahreskosten. Nur so lassen sich unterschiedliche Kombinationen aus Grundpreis und Arbeitspreis fair vergleichen.
Wichtig ist, den eigenen Verbrauch möglichst genau anzugeben, da sich die Rangfolge der Tarife je nach Verbrauch verschieben kann.
Rechenbeispiel mit zwei Tarifen
Bei einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden hat Tarif A beispielhaft 27 Cent Arbeitspreis und 14 Euro Grundpreis: 3.500 × 0,27 Euro + 12 × 14 Euro = 945 Euro + 168 Euro = 1.113 Euro. Tarif B hat beispielhaft 29 Cent Arbeitspreis und 9 Euro Grundpreis: 3.500 × 0,29 Euro + 12 × 9 Euro = 1.015 Euro + 108 Euro = 1.123 Euro. In diesem Beispiel liegt Tarif A knapp vorn, obwohl der Grundpreis höher ist.
Kriterien jenseits des Preises
Neben den Jahreskosten lohnt der Blick auf weitere Vertragsmerkmale.
- Vertragslaufzeit und automatische Verlängerung
- Kündigungsfrist zum Laufzeitende
- Dauer und Umfang der Preisgarantie
- Bedingungen eines eventuellen Neukundenbonus
- Ökostromanteil, falls gewünscht
Bonuszahlungen richtig einordnen
Ein Neukundenbonus wirkt meist nur einmalig und verzerrt den Preisvergleich im ersten Jahr. Rechnen Sie deshalb zusätzlich die Kosten ohne Bonus durch, um die tatsächliche Belastung ab dem zweiten Jahr einschätzen zu können.
Vergleich regelmäßig wiederholen
Ein einmal gewählter Tarif bleibt nicht dauerhaft der günstigste. Eine erneute Prüfung vor Ablauf der Preisgarantie oder der Erstlaufzeit verhindert, dass sich ein Vertrag stillschweigend zu ungünstigen Konditionen verlängert.