STROMCHECK-Redaktion · Aktualisiert am 4.8.2026 · Lesezeit: 4 Min.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Grundversorgung greift ohne eigenen Liefervertrag.
- Sie ist sicher, aber meist teurer als Sonderverträge.
- Die Kündigungsfrist beträgt zwei Wochen.
Wie sie entsteht
Wer Strom entnimmt, ohne einen Liefervertrag geschlossen zu haben, wird automatisch vom Grundversorger belieferten. Das passiert typischerweise nach einem Umzug oder wenn ein Vertrag endet, ohne dass ein neuer besteht.
Vor- und Nachteile
Die Grundversorgung ist als Sicherheitsnetz konstruiert, nicht als Sparlösung.
- Vorteil: Versorgung ohne eigenes Zutun gesichert
- Vorteil: sehr kurze Kündigungsfrist
- Nachteil: in der Regel höherer Preis
- Nachteil: kein Bonus, keine langfristige Preisgarantie
Wechsel aus der Grundversorgung
Weil die Frist nur zwei Wochen beträgt, ist ein Wechsel jederzeit kurzfristig möglich. Für die Prüfung genügen Postleitzahl und Jahresverbrauch.
Beispielrechnung: Grundversorgung im Vergleich
Nehmen wir beispielhaft einen Grundversorgungstarif mit 38 Cent Arbeitspreis und 14 Euro Grundpreis sowie einen Sondertarif mit 30 Cent Arbeitspreis und 11 Euro Grundpreis, jeweils bei 3.000 Kilowattstunden im Jahr. Die Grundversorgung ergäbe 3.000 × 0,38 Euro + 12 × 14 Euro = 1.140 Euro + 168 Euro = 1.308 Euro. Der Sondertarif ergäbe 3.000 × 0,30 Euro + 12 × 11 Euro = 900 Euro + 132 Euro = 1.032 Euro. Der Unterschied von beispielhaft 276 Euro im Jahr zeigt, warum sich eine Prüfung lohnt.
Ersatzversorgung als Sonderfall
Von der Grundversorgung zu unterscheiden ist die Ersatzversorgung. Sie greift nur in Ausnahmefällen, etwa wenn ein Lieferant seine Tätigkeit einstellt, und ist von vornherein zeitlich befristet. Betroffene sollten in dieser Zeit zügig einen regulären Liefervertrag abschließen.